Medizinische Geräte der Diabetes-Therapie

Medizinische Geräte für Diabetiker

Es gibt mehrere Geräte, die in der Diabetes-Therapie Anwendung finden. Angefangen beim Blutzuckermessgerät über Insulinpens bis hin zu Vakuum-Erektionshilfen.


Im Folgenden gehen wir näher auf die verschiedenen Geräte ein. Denn jedes dieser medizinischen Geräte kann für Betroffene eine große Hilfe im Rahmen der Diabetestherapie darstellen. Diese Hilfen sollen das Leben für Diabetiker erleichtern oder dafür sorgen, dass auch der Patient selbst in der Therapie eigenverantwortlich im Laufe der Therapie mitarbeiten und verschiedene Therapiemaßnahmen selbst durchführen kann. Stetig entwickeln Firmen neue medizinische Geräte für Diabetes-Patienten. Doch welche dieser Diabetes-Geräte sind wirklich sinnvoll? Diese Zusammenfassung soll Betroffenen und Pflegern helfen einen Überblick über die nützlichen medizinischen Geräte zur Verwendung in der Diabetes-Therapie zu bekommen. Weitere Informationen können auch bei Apothekern und Ärzten erfragt werden, die sich auf Therapien für Diabetiker spezialisiert haben.

Blutzuckermessgeräte

Blutzuckermessgeräte sind wohl die bekanntesten Geräte, die bei der Diabetes-Therapie regelmäßig verwendet werden. Es ist wichtig rechtzeitig zu erkennen, ob der Blutzuckerwert zu niedrig oder zu hoch ist. Denn nur so können Komplikationen oder Spätfolgen an Nieren, Gefäßen, Augen oder anderen Organen erfolgreich verhindert werden.

Geräte zur kontinuierlichen Glukosemessung CGM-Systeme

Die sogenannten CGM-Systeme bestehen im Normalfall aus einem Sensor, dem Sender und dem Empfänger. Sie bestimmen kontinuierlich in bestimmten Abständen die Glukosewerte der Gewebeflüssigkeit, die sich im Unterhautfettgewebe befindet. Auf diese Art und Weise ist es möglich, sehr genaue Erkenntnisse des kompletten Blutzuckerverlaufs zu gewinnen. Im Gegensatz zu anderen Verfahren ist dies mit CGM-Systemen rund um die Uhr möglich und somit sind die Werte am aussagekräftigsten. Ein weiterer Vorteil dieser Geräte zur kontinuierlichen Glukosemessung ist, dass bereits Tendenzen vom Blutzuckerverlauf angezeigt werden, die das Gerät mit Warnsignalen meldet.

Blutentnahmegeräte – Stechhilfen

Damit Diabetiker selbst ihren Blutzucker kontrollieren können, müssen sie sich auch Blut entnehmen. Dafür gibt es die Stechhilfen, mit denen die schmerzfreie Blutentnahme kein Problem mehr ist. Praktisch ist dabei auch, dass die Stichtiefe vorher eingestellt werden kann und auch die nächsten Male eingestellt bleiben kann.

Pens – Insulinpens

Für die Insulingabe nutzen Diabetiker in der heutigen Zeit meist einen sogenannten Insulinpen und keine Spritzen mehr. Die Pens sehen sehr unauffällig aus und ähneln tatsächlich einem Stift. Die Insulingabe ist somit diskret möglich. Die Insulinpens sind wiederverwendbar und von daher auch wesentlich umweltfreundlicher als die alten Einmalspritzen.

Pen-Nadeln

Für die Insulinpens werden Pen-Nadeln benötigt. Diese neuartigen Nadeln sind sehr dünn, sodass die Insulingabe nicht mehr mit Schmerzen verbunden ist. Die Nadeln werden von unterschiedlichen Firmen hergestellt. Sie sind in verschiedenen Stärken und Längen zu haben.

Insulinpumpen

Seit etwas mehr als 30 Jahren gibt es die Möglichkeit dem Körper das Insulin mit einer Insulinpumpe zuzuführen. Mittlerweile sind die Pumpen gerade Mal so groß wie eine Zigarettenschachtel. Der Insulin-Grundbedarf wird, wie es bei der Bauchspeicheldrüse der Fall ist, über den gesamten Tag verteilt abgegeben.

Vakuum-Erektionshilfen

Männer, die bereits seit Jahren an Diabetes erkrankt sind, leiden häufig an Erektionsstörungen. Die erektile Dysfunktion sollte unbedingt ebenfalls mit dem Arzt besprochen werden. Denn auch Hilsmittel wie Vakuum-Erektionshilfen sind verordnungsfähig und können betroffenen Männern wieder zu einem erfüllten Sexualleben verhelfen.

 

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Was tun gegen Diabetes? – Selbst aktiv werden

Sechs Tipps für Betroffene:

Die folgenden sechs Ratschläge haben sich bei vielen Betroffenen positiv auf den

Heilungsverlauf von Diabetes ausgewirkt. Versuchen Sie die Tipps zu beherzigen und achten Sie auf Signale Ihres Körpers! Vielen Betroffenen gelang es, auf diese Art und Weise bereits nach wenigen Wochen Erfolge zu erzielen. Die Tipps wurden von Spezialisten in den USA erstellt. Das Land mit den vielen Fastfood-Ketten gehört verhältnismäßig zu den Ländern mit den meisten Diabetikern weltweit. In den Vereinigten Staaten werden einer Schätzung zufolge bis ins Jahr 2050 nahezu ein Drittel aller Erwachsenen an Diabetes leiden. Aus diesem Grund haben amerikanische Therapeuten die folgenden Tipps zusammengefasst. Betroffene können so ihre Leiden vermindern. Aber auch gesunde Menschen sollten diese Ratschläge einhalten, um erst gar nicht an Symptomen von Diabetes zu erkranken.

1. Tipp: Vermeiden Sie Industriezucker.

Dass herkömmlicher Industriezucker nicht gesund ist, sollte allseits bekannt sein. Doch halten Sie sich wirklich daran? Leider ist es immer noch so, dass industriell verarbeiteter Zucker auch die am häufigsten gekaufte Zuckerart ist. Gerade schon an Diabetes erkrankte Menschen müssen vollständig auf Zucker verzichten. Nur so kann einer Verschlechterung der Diabetes-Erkrankung entgegengewirkt werden. Stellen Sie Ihre Ernährung um und streichen Sie Zucker aus Ihrem Ernährungsplan! Dazu gehören auch Vollrohrzucker, Haushaltszucker, Rohrzucker, Ahornsirup, Rübenzucker, Agavendicksaft, Honig, Maissirup und andere. Dies bedeutet jedoch auch, dass Sie auf Fertigprodukte verzichten müssen, da diese in den meisten Fällen Zucker enthalten. Zuckerhaltige Getränke sind natürlich ebenfalls Tabu.

Sie werden es schaffen, Ihrer Gesundheit zuliebe Ihre Ernährung umzustellen. Nach ungefähr sechs Monaten werden Sie nicht mehr vom Zucker abhängig sein und Sie werden sehen, wie gut Sie sich fühlen. Ihr Blutzuckerwert wird bestätigen, dass die Einhaltung dieses Ratschlags Ihre Gesundheit verbessert.

2. Tipp: Nehmen Sie vitalstoffreiche Ernährung zu sich.  

Nahrungsmittel mit hohem Vitalstoffgehalt, sogenannte „Superfoods“, sind für alle an Diabetes erkrankten Personen und selbstverständlich auch für gesunde Menschen sehr wichtig. Achten Sie von daher immer darauf, dass Nahrungsergänzungsmittel, einzelne Zutaten oder die gesamte Mahlzeit reich an Vitalstoffen sind. Beliebte und wohlschmeckende Superfoods sind zum Beispiel „grüne Smoothies“ und eine „selbst gemachte Mandelmilch“. Weitere Rezepte für vitalstoffreiche Superfoods finden sie ohne Probleme im Internet. Die folgenden zwei Rezepte sind eine ausgezeichnete Zwischenmahlzeit und schmecken hervorragend:

Selbst gemachte Mandelmilch:

Mandeln mit brauner Haut (ca. 1 Hand voll) sehr fein im Mixer zermahlen. Anschließend 1-2 Datteln und 300 ml Wasser hinzufügen und für einige Minuten mixen. So entsteht eine schaumige Mandelmilch, die Ihnen ganz bestimmt schmecken wird.

Grüner Smoothie:

Für den Smoothie gibt es mehrere Zutaten, die infrage kommen. Eine Variante besteht zum Beispiel aus Chlorellapulver, Spirulina, oder Lupinenmehl vermixt mit ausgewählten Bio-Früchten, welche wenig Zucker enthalten, Wasser und ein wenig Kokosöl. Fragen Sie in der Apotheke nach Chlorellapulver, Spirulina oder Lupinenmehl. Der Apotheker kann Ihnen diesbezüglich weiterhelfen.

3. Tipp: Bewegen Sie sich täglich ausreichend.

Das soll nicht bedeuten, dass Sie von heute auf morgen Leistungssport betreiben sollen. Beginnen Sie mit schonenden Bewegungen, wie zum Beispiel einem langen Spaziergang. Doch 30 Minuten Bewegung täglich sollten schon sein. Achten Sie auch im Alltag auf ausreichende Bewegung. Nehmen Sie die Treppe und nicht die Rolltreppe oder den Aufzug! Vielleicht können Sie auch den Weg zum Supermarkt oder in die Arbeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen?

4. Tipp: Wirken Sie dem Vitamin D-Mangel durch Sonnetanken entgegen.

Viele Menschen leiden an einem Mangel am Vitamin D. Dieser Vitamin D-Mangel begünstigt das Auftreten mehrerer Krankheiten, wie zum Beispiel: Krebs, Herzkrankheiten, Nierenkrankheiten und auch Diabetes. Dagegen hilft einmal täglich für wenige Minuten Sonne tanken.

5. Tipp: Verwenden Sie immer frische Lebensmittel.

Wenn Sie zusätzlich zu Tipp 1 und 2 auf alle Fertiglebensmittel verzichten und nur noch auf frische Lebensmittel zurückgreifen, dann können Sie so gut wie nichts mehr falsch machen. Auch ist es wichtig, statt weißem Weizenmehl Vollkornmehl zu verwenden. In Fertiglebensmitteln stecken niemals so viele gesunde Nährstoffe, wie in frischen Produkten und Vollwertlebensmitteln.

6. Tipp: Führen Sie Ihrem Körper Magnesium zu.

Ein eventuell bestehender Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und Diabetes ist noch nicht ausreichend bewiesen. Andererseits zeigen doch einige Studien, dass viele Patienten, die an Diabetes leiden auch einen chronischen Mangel an Magnesium aufweisen. Magnesium ist für einen positiven Heilungsprozess unerlässlich.

Abschließendes zu den 6 Tipps

Einige Personen haben es bereits geschafft, ihre Diabetes zu bekämpfen. Jeder Betroffenen kann etwas tun. Auch wenn manche Personen ihre Diabetes nicht vollständig heilen können, so wird das Einhalten der Tipps trotzdem zu einer Besserung der Symptome führen. Aber vergessen Sie niemals, dass sehr viele Menschen aufgrund dieser Ratschläge nun keine Diabetes mehr haben. Auch Sie können Ihre Lebensweise ändern, was wichtig ist, ist der eiserne Wille! Auch gesunde Personen werden davon profitieren nach den oben genannten Tipps zu leben. Auf diese Weise können schwere Erkrankungen vermieden werden. Die veränderte Lebensweise heilt zudem Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und andere Zivilisationserkrankungen.

Helfen Sie sich selbst und beugen Sie Krankheiten vor

Was zählt ist nicht nur die Pharmaindustrie, sondern auch Ihr Wille. Eignen Sie sich Wissen an, wie Sie Krankheiten und eben auch Diabetes, vermeiden können. Leben Sie bewusst! Durch die Veränderung Ihrer Lebensgewohnheiten werden Sie es schaffen Diabetes im Alter zu vermeiden, eine Heilung herbeizuführen oder zumindest Ihr Leiden zu vermindern. Besprechen Sie auch mit Ihrem Arzt, was Sie selbst machen können. Ein guter Arzt wird Ihnen helfen, einen Ernährungsplan zu erstellen. Ein derartiger Plan kann dazu führen, dass Sie innerhalb von wenigen Monaten, in Absprache mit Ihrem Arzt auf Medikamente verzichten können.

Auf Insulingabe verzichten können?

Die ständige Einnahme von Insulin wird nicht zu einer Heilung führen. Aber es wird Ihre Symptome verbessern. Eine Veränderung Ihres Lebenswandels hin zu einer gesunden Lebensweise hingegen, kann zu einer Heilung führen. Nehmen Sie sich das zu herzen und beginnen Sie noch heute damit. Falls Sie heute bereits Diabetiker sind, und beginnen die obigen Tipps einzuhalten, dann werden Sie schon nach ein paar Tagen bemerken, dass sich Ihre Blutzuckerwerte und Ihr Wohlbefinden verbessern werden.

 

 

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Diabetische Ketoazidose – Grundlegendes, Ursachen, Auslöser und Symptome

Allgemeine Informationen

Diabetiker, die insulinpflichtig sind, haben ein Risiko an diabetischer Ketoazidose zu erkranken.

Die diabetische Ketoazidose ist eine Entgleisung des Stoffwechsels, die plötzlich auftreten und ein lebensbedrohliches Ausmaß annehmen kann. In der Regel besteht dieses Risiko vor allen Dingen für Typ 1-Diabetiker. Dabei führt der Insulinmangel zu einem beträchtlichen Anstieg des

Blutzuckerwertes, auch genannt Hyperglykämie. Symptome für eine Hyperglykämie sind ein tiefes Atmen, vermehrtes Wasserlassen und Durst. Tritt nicht schnell eine Besserung ein, folgt die Entgleisung des kompletten Stoffwechsels, also die diabetische Ketoazidose. Der Körperhaushalt verliert sehr viel Flüssigkeit und Blutsalze, trocknet quasi aus. Folglich können Bewusstseinsstörungen und Herz-Kreislauf-Probleme entstehen, in ganz schlimmen Fällen kommt es zu einem komatösen Zustand.

Diabetische Ketoazidose muss sofort im Krankenhaus behandelt werden. Eine falsche oder späte Behandlung kann lebensgefährlich sein. Es gab schon Fälle, in denen Diabetes erst festgestellt wurde, als der Patient mit einer diabetischen Ketoazidose ins Krankenhaus kam. Bei Diabetespatienten, deren Werte ständig kontrolliert werden und die gut eingestellt sind, besteht lediglich ein geringes Risiko an diabetischer Ketoazidose zu erkranken.

Ursachen für Diabetische Ketoazidose

Ketonkörper

Besteht ein Insulinmangel, kann Zucker von den Zellen nur unzulänglich aufgenommen werden. Der Zucker sammelt sich inflogedessen im Blut an. Aus diesem Grund steigen die Blutzuckerwerte. Insulinmangel ist also eine Ursache der diabetischen Ketoazidose.

Damit nichtsdestotrotz Energie für die Zellen bereitsteht, beginnt die Leber mit der Ausschüttung von Ketonkörpern, die auch zu einer Übersäuerung des Blutes führen. Ketonkörper existieren, um einige Zellen mit Energie zu versorgen, wenn gerade kein Zucker für die Zellen bereitsteht. Ketonkörper (wie auch Zucker), werden zum Teil durch den Urin wieder ausgeschieden, was zum Wasser- und Salzentzug des Körperhaushaltes führt. Der Körper kann bei einer bestehenden diabetischen Ketoazidose als austrocknen, wodurch es zu Kreislaufstörungen, Blutdruckabfall und Bewusstseinstrübungen kommt. Der Betroffene versucht durch eine tiefe Atemweise, dem Übersäuern des Blutes entgegenzuwirken. Der Atem der Patienten riecht dann ähnlich wie Aceton (das sich auch in Nagellackentfernern befindet).

Auslöser der diabetischen Ketoazidose

Faktoren, die Insulinmangel auslösen (also auch Ursache der diabetischen Ketoazidose sein können):

  • Diabetes wird falsch behandelt: Es wird zu wenig Insulin gespritzt oder es werden Tabletten eingenommen, obwohl Insulinspritzen notwendig wären.
  • Bei Insulinpumpenträgern wird die Insulinzufuhr unterbrochen.
  • Diabetes mellitus, der bislang unentdeckt war.
  • Erhöhter Bedarf an Insulin bei: Operationen, Magen-Darm-Erkrankungen, Infektionen

Symptome – Diabetische Ketoazidose

Die Blutzuckerwerte steigen stark an. Deshalb treten folgende Symptome auf:

  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Starker Durst
  • Kussmaul’sche Atmung (=Tiefes Atmen)
  • Nach Aceton riechende Atemluft
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Bewusstseinsstörungen/Teilnahmslosigkeit (im schlimmsten Fall Koma)
  • Bauchschmerzen
  • Schwere Schläfrigkeit

Fieberhafte Infektionen lösen nicht selten eine Ketoazidose aus. Dies liegt daran, da der Bedarf an Insulin sehr stark steigt. Des Weiteren tritt bei Fieberpatienten vermehrte Appetitlosigkeit auf, weshalb dem Körperhaushalt nicht ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Daher müssen die Reserven im Körper herhalten. Wie weiter oben beschrieben, werden nun vermehrt Ketonkörper produziert und das Risiko einer diabetischen Ketoazidose steigt beträchtlich.

Aus diesem Grund müssen besonders Diabetiker ihre Blutwerte bei einer Infektion ständig kontrollieren, damit sie die Anzeichen einer eventuellen diabetischen Ketoazidose rechtzeitig erkennen können.

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Symptome – Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

Information zur Beurteilung von Diabetes-Symptomen

Schon bevor die Diagnose Diabetes vom Arzt gestellt wird, treten in den meisten Fällen Symptome auf, die auf eine eventuelle Diabetes-Erkrankung schließen lassen. Auch wenn die Symptome beim Durchlesen klar erscheinen, ist es dennoch Sache des Arztes die Symptome zu beurteilen.
Er wird anhand spezieller Untersuchungen eine eindeutige Diagnose stellen oder eine Diabetes-Erkrankung ausschließen können. Denn nichtsdestotrotz können einige der aufgelisteten Symptome ebenfalls Anzeichen für ein anderes Krankheitsbild sein.

Mehrheitlich treten Symptome bei Diabetes Typ 1 schon früh, bei Krankheitsbeginn, auf und werden von den meisten Betroffenen stark wahrgenommen. Im Gegensatz dazu bemerken Diabetiker, die am Typ 2 erkrankt sind, häufig über Jahre keine Symptome. Folglich wird die Krankheit erst zu spät diagnostiziert, während bereits schwere Folgeschäden aufgetreten sind. Falls Betroffene mit Diabetes Typ 2 schon früh Symptome wahrnehmen, dann sind diese ähnlich der Symptome des Diabetes Typs 1.

Symptome – Diabetes mellitus Typ 1  

Diabetiker mit Diabetes mellitus Typ 1 nehmen die Symptome häufig von Anfang an stärker wahr als Diabetiker mit Diabetes mellitus Typ 2. Die Diabetes-Art Typ 1 entsteht und entwickelt sich vergleichsweise schnell, bereits in ein paar Tagen oder nur wenigen Wochen.

Folgende Beschwerden lassen sich als Symptome für Diabetes mellitus Typ 1 deuten:

  • Polyurie: deutlich häufigeres Wasserlassen. Dieses Symptom tritt auf, da bedingt durch die höhere Zuckerkonzentration im Blut, auch Zucker in den Harn gelangt. Da der Körper versucht den Unterschied der Kontentration auszugleichen, wird dem Urin mehr Wasser beigesetzt. Aus diesem Grund verliert der Betroffene auch eine größere Menge an Wasser.
  • Es tritt ein Gewichtsverlust auf. Dies ist begründet durch den Wasserverlust und die Tatsache, dass der Körper zur Energiegewinnung den Fettabbau ankurbelt.
  • Betroffene fühlen sich immer schwächer und die Leistungsfähigkeit nimmt ab.
  • Durch den Wasserverlust steigt das Durstgefühl (Polydipsie).

Es gilt zu beachten, dass bei manchen Diabetikern mit Typ 1 keine Symptome auftreten. Leider können bei denjenigen Entwicklung gefährliche Komplikationen auftreten, da die Krankheit zu spät erkannt wird (zum Beispiel Diabetische Ketoazidose).

Symptome – Diabetes mellitus Typ 2

Im Vergleich zu Diabetikern mit Typ 1 treten bei Typ-2-Diabetikern häufig keine Symptome auf oder sie werden nicht als solche erkannt.

Symptome können sein:

  • Polydipsie: Vermehrt durstig.
  • Kraftlosigkeit und Antriebsschwäche
  • Juckreiz
  • Anfälligkeit für Infekte (besonders der Haut und des Harnwegs)
  • Muskelkrämpfe
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit

Diabetes mellitus Typ 2 – Folgeerkrankungen

Da die oben genannten Symptome häufig zu schwer zu erkennen sind, wird die Krankheit in den meisten Fällen in Routineuntersuchungen festgestellt oder leider erst, wenn es zu Folgeerkrankungen gekommen ist.

Auf Folgeerkrankungen können folgende Symptome hinweisen:

  • Wunden, die schlecht heilen (meistens an Füßen oder Beinen)
  • Retinopathie: Die Sehfähigkeit verschlechtert sich.
  • Polyneuropathie: Schädigung der Nervenbahnen mit Symptomen wie Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Beinen.
  • KHK: Koronare Herzerkrankung mit dem Symptom Brustschmerzen

Risikogruppen bei Diabetes mellitus Typ 2

Ein erhöhtes Risiko an Diabetes mellitus Typ 2 besteht, wenn die Krankheit bereits bei Familienangehörigen aufgetreten ist. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko bei: Übergewicht, früherer Schwangerschaftdiabetes, langjährige Einnahme bestimmter Medikamente (Kortison, zu hohe Dosis Schilddrüsen-Medikamente, spezielle Entwässerungsmittel,…)

Werden ein Symptom oder mehrere der oben genannten Symptome wahrgenommen, dann sollte ein Arzt eine gründliche Untersuchung vornehmen. Außerdem ist es ratsam, regelmäßig Routineuntersuchen in Anspruch zu nehmen.

 

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Für Diabetiker muss nicht extra gekocht werden

Die moderne Diabetes-Ernährung folgt den allgemeinen Richtlinien einer gesunden Ernährung und macht spezielle Diabetiker-Produkte überflüssig. Statt strenger Diäten, die eine hohe Disziplin erfordern und zu grossen Frustrationen führen können, sollte man seine Ernährung lieber in kleinen Schritten umstellen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass man Fette reduziert und solche Kohlenhydrate bevorzugt, die den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen.

Zucker, zuckerhaltige Getränke, Fruchtsäfte und Weissmehlprodukte sollten nur sehr sparsam und selten genossen werden. Ebenso Fastfood wie Hamburger und Currywurst. Denn diese Kohlenhydrate enthalten den Grundbaustein Glukose, auch Einfachzucker genannt, der regelrecht ins Blut schiesst und so den Blutzuckerspiegel rasant nach oben schnellen lässt. Aber genauso schnell sinkt der Zuckergehalt im Blut dann auch wieder häufig unter das erforderliche Mass. Bei Diabetikern können diese kurzfristigen Energielieferanten also schnell zu einer Unterzuckerung und erneutem Hungergefühl führen.
Dies passiert bei ballaststoffreichen Kohlenhydratlieferanten wie Gemüse, Obst oder Hülsenfrüchten nicht. Der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam an und wird auch nur langsam wieder abgebaut. Damit tritt auch ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl ein. Auch auf eine ausreichende Zufuhrt von Milchprodukten wie ungezuckertem Joghurt, Kefir und Hüttenkäse sollten Diabetiker achten.

Trotzdem muss die Aufnahme von Kohlenhydraten unbedingt im Blick behalten werden. Denn wenn Kohlenhydrate nicht durch Bewegung wieder abgebaut werden, wandeln sie sich in Fettgewebe um. Und Übergewicht ist bekanntermassen auch einer der Hauptrisikofaktoren, die zum Typ-2 Diabetes führen. Hier gilt die Regel: Die Zufuhr von Kohlenhydraten sollte ca. 50-60% der täglich aufgenommenen Gesamtenergie ausmachen.

10 Tipps für eine gesunde Ernährung

o Protokollieren Sie ihre Essgewohnheiten und lernen Sie daraus.

o Setzen Sie sich realistische Ziele für die Gewichtsabnahme (5-10% im halben Jahr).

o Kontrollieren Sie am Anfang Ihre Portionsgrössen, denn auch von gesunden Lebensmitteln wie Müsli kann man zu viel essen. Hier gilt die Regel: Eine Hand voll ist eine Portion. Fette portionieren Sie am Besten mit einem Teelöffel.

o Steigen Sie Schritt für Schritt auf ballaststoffreiche Vollkornprodukte um. Sparen Sie an Käse, Fleisch und Wurst und essen Sie an zwei bis drei Tagen in der Woche rein vegetarisch.

o Wer fünfmal am Tag Gemüse und Obst zu sich nimmt, versorgt seinen Körper mit vielen lebensnotwendigen Vitaminen und Spurenelementen. Besonders die Vitamine A, C und E dienen der Prophylaxe diabetischer Folgeschäden. Tipp: Früchte sind ein optimales Dessert und eine gesunde Zwischenmahlzeit.

o Raps- oder Olivenöl sind für Diabetiker ideal. Tierische Fette möglichst sparsam verwenden.

o Zum Süssen von Getränken eignen sich zuckerfreie Süssstoffe sehr gut.
o Spezielle Diätprodukte (wie Diätschokolade oder Kekse) sind überflüssig, überteuert und weisen meist einen hohen Fettgehalt auf.

o 1-2 Gläser Rotwein am Tag sind nicht nur in Ordnung, sondern auch gesund. Bier dagegen enthält Malzzucker und treibt den Blutzuckerspiegel in die Höhe. Generell sollte Alkohol nur in Verbindung mit einer Mahlzeit genossen werden. Eine Absprache mit dem betreuenden Arzt ist darüber hinaus zu empfehlen.

o Eine regelmässige Selbstkontrolle Ihrer Zuckerwerte ist sinnvoll und notwendig.

Fazit
Eine gesunde Ernährung kennt keine prinzipiellen Verbote. Es gibt nur Lebensmittel, die man reichlich, und welche, die man eher sparsam geniessen sollte. Und: Wer in Massen geniesst, darf sich auch ab und zu eine Schlemmerportion gönnen.

 

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Kaffee schützt vor Diabetes 2

Kaffee ist besser als sein Ruf: Die Ergebnisse einer deutschen Studie zeigen, dass Kaffeetrinker von Krebs, Herzinfarkten oder Schlaganfällen nicht öfter betroffen sind als Wenigtrinker oder Abstinente. Vor Diabetes 2 schützt das Genussmittel sogar.

Kaffee erhöht bei Gesunden das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht. Wer mehr als drei Tassen (600 ml) täglich konsumiert, senkt damit sogar das Diabetes-Typ-2-Risiko um 23 Prozent. Das berichten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung. Sie werteten den Kaffeekonsum von 43 anfangs gesunden Deutschen aus.

„Wer gesund ist und gerne Kaffee trinkt, kann dies ohne Angst tun“, sagt Studienleiterin Anna Flögel. Diese Empfehlung teilen auch Experten vom Deutschen Diabetes-zentrum, die 2010 bei Übergewichtigen eine Besserung von Fettprofilen und Entzündungsmarkern bei hohem Kaffeekonsum feststellten.

Positiver Effekt auch ohne Koffein

Was im Kaffee vor Diabetes schützt, ist bislang nicht vollständig geklärt. „In Diskussion ist etwa die Chlorogensäure, die sich positiv auf den Zuckerstoffwechsel auswirkt. Außerdem Magnesium, das die Insulinsensibilität verbessert“, berichtet Flögel.

Auch Koffein kommt in Frage, da es den Grundumsatz steigert und die Kontrolle des Körpergewichtes unterstützt. Allerdings zeigte sich der Diabetes-Schutzeffekt in der neuen Studie auch bei jenen, die ausschließlich koffeinfreien Kaffee tranken.

Es gibt jedoch Hinweise, wonach Koffein den Blutdruck akut erhöht. Für Diabetiker gelten deshalb andere Regeln. Auch Schwangere und Stillende sollten gemäßigt Kaffee trinken.

 

Ärzte Sprechstunde: Insulin bei Diabetes 2?

Bernhard Schmekal ist Facharzt für Innere Medizin im Diakonissen-Krankenhaus Linz.

Frage: Beim letzten Gesundheitscheck wurde bei mir ein erhöhter Blutzuckerwert festgestellt. Weitere Untersuchungen ergaben, dass bei mir Diabetes Typ 2 vorliegt. Muss ich jetzt lebenslang Insulin spritzen?

Schmekal: Im Gegensatz zum Diabetes Typ 1, bei dem die körpereigene Produktion von Insulin vollständig zum Erliegen gekommen ist, wird bei Ihrer Form nur unzureichend auf die körpereigene Insulinausschüttung reagiert. Man spricht von einer Insulinresistenz, Insulin spritzen müssen Sie also bei Ihrer Form der Diabetes nicht.
Allerdings beeinträchtigt zu viel Zucker im Blut die Gefäße und schädigt damit vor allem Herz, Nieren, Augen und Füße. Zur Vermeidung möglicher Spätschäden wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Erblindung, Verlust der Nierenfunktion oder Durchblutungsstörungen in den Beinen sind ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung unerlässlich. Regelmäßige Kontrollen, z.B. des Hba1c-Werts, der Blutfette, der Nierenwerte und der Augen, sind angebracht. Sollte die Basistherapie nicht zu einer Normalisierung der Blutzuckerwerte führen, kommt eine medikamentöse Therapie in Frage. Gänzlich heilbar ist Diabetes Typ 2 nach dem heutigen Stand der Medizin nicht, zumeist muss aber weder auf eine aktive Lebensgestaltung noch auf sämtliche Genüsse verzichtet werden.

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Wichtige Tipps für Diabetiker

Es gibt circa acht bis zehn Millionen Diabetiker in Deutschland, wovon 95 Prozent der Menschen mit Diabetes dem Typ 2 und etwa drei bis fünf Prozent dem Typ 1 Diabetes zuzurechnen sind. Es gibt zudem auch noch einige Sonderdiabetesformen. Vor allem beim Menschen mit Typ-2-Diabetes besteht eine starke Abhängigkeit von Lebensweise und Umweltbedingungen (zum Beispiel Übergewicht, Bewegung, Stress…). Für ihn sind gesunde Ernährung und Sport wichtig im Alltag zur Beeinflussung der Diabeteserkrankung. Die Versorgung von Diabetikern mit Medikamenten und anderen lebensverbessernden Maßnahmen hat sich immer wieder verändert.

Deshalb ist Aufklärung wichtig und so haben in Elzach Bärbel Hruby und Petra Hofmann vor über zehn Jahren eine Selbsthilfegruppe unter dem Siegel des Diabetikerbunds ins Leben gerufen. Sie werden, jetzt ab März, wie in jedem Jahr, Neuerungen und Änderungen vorstellen, interessante Referenten einladen und mit Sport, Spiel und Spaß durchs Jahr gehen. Eingeladen sind alle Menschen mit Diabetes, ebenso Gäste.

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Mit Typ-1-Diabetes selbstbewusst erwachsen werden

1. diabetesDE-Teen-Treff für Jugendliche

Die Pubertät ist eine schwierige Zeit – sowohl für heranwachsende Jugendliche selbst als auch für ihre Eltern. Körperliche Veränderungen führen auch zu einem veränderten Stoffwechsel. Dieser wirkt sich bei Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 besonders aus. Um jungen Menschen mit Diabetes Raum für einen Austausch mit Gleichaltrigen zu schaffen, bietet diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe nun auch gezielt eine Ferienfreizeit für diese Zielgruppe an: den “Teen-Treff”.

In diesem Jahr findet der viertägige Diabetes-Teen-Treff für Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren erstmalig vom 2. bis 5. August 2012 in der Alten Molkerei im sächsischen Molkenberg statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Wie ernähre ich mich richtig? Wie erkläre ich meiner ersten Liebe, dass ich Insulin spritzen muss? Darf ich auf einer Party auch mal ein Bier trinken? Für junge Menschen mit Typ-1-Diabetes sind das während der Pubertät wichtige Themen. In dieser Zeit kommt es besonders darauf an, mit jemanden über seine Probleme zu sprechen.

Eine gute Betreuung und Begleitung während des Erwachsenwerdens ist für an Diabetes Typ 1 erkrankte Jugendliche besonders wichtig. Deshalb hat diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe den Teen-Treff ins Leben gerufen. “Nachdem die beiden Erlebniswochen 2010 und 2011 sehr erfolgreich waren und wir viele Anfragen erhielten, ob nicht auch Jugendliche daran teilnehmen können, haben wir uns dazu entschlossen, ein eigenes auf diese Altersgruppe zugeschnittenes Angebot zu entwickeln”, sagt Nicole-Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. “Die Altersspanne zwischen den Teilnehmern der Erlebniswoche und älteren Jugendlichen schien uns zu groß, um individuell auf ihre jeweiligen Bedürfnisse eingehen zu können. Die Pubertät ist eine Phase, in der Jugendliche neue Lebensbereiche entdecken. Darüber können sie am besten mit Gleichaltrigen sprechen.”

Im Rahmen eines Aufenthalts in der Jugendbegegnungsstätte Alte Molkerei, Sachsen Anhalt, erleben die Teilnehmer vier Tage lang ein vielfältiges Programm: Kochen mit den Betreuern, Sport und viel Gelegenheit zu Gesprächen. Die Jugendlichen lernen dabei, mit ihrer Erkrankung und den pubertären Veränderungen umzugehen und erfahren Unterstützung auf ihrem Weg zu mehr Selbständigkeit. Um den Diabetes-Teen-Treff für die Jugendlichen und ihre Eltern bezahlbar zu machen, organisiert diabetesDE nicht nur das Projekt, sondern unterstützt es auch mit Spendengeldern. So müssen die Familien lediglich eine Selbstbeteiligung von 100 Euro (Mitglieder diabetesDE) bzw. 150 Euro (Nichtmitglieder) zahlen. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Jugendliche begrenzt, alle weiteren Interessenten kommen auf eine Warteliste.

Ab sofort können sich alle, die Lust und Laune haben teilzunehmen, für den Teen-Treff anmelden. Das Formular können Sie unter http://www.diabetesde.org/teentreff herunterladen.

Der Diabetes-Teen-Treff 2012 findet mit freundlicher Unterstützung von Abbott Diabetes Care statt.

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Auch langjährige Typ-1-Diabetiker produzieren noch Insulin

Manche Typ-1-Diabetiker sind auch Jahrzehnte nach Beginn der Erkrankung noch in der Lage, kleine Mengen an Insulin zu produzieren

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Doch offenbar versiegt selbst nach langer Erkrankungsdauer bei einem Teil der Patienten die Produktion des Hormons nicht völlig.

Das haben US-Wissenschaftler am Massachusetts General Hospital der Harvard Universität in Boston entdeckt, als sie Blutproben von 182 Typ-1-Diabetikern mit einem neuen, hochsensiblen Analyseverfahren untersuchten. Die Ergebnisse ihrer Studie haben sie im Fachmagazin Diabetes Care veröffentlicht.

“Es ist eine gängige Annahme, dass bei Patienten mit fortgeschrittenem Typ-1-Diabetes die Funktion der Beta-Zellen völlig erlischt. Doch Daten aus dieser und anderen aktuellen Studien lassen vermuten, das die Betazellen auch Jahrzehnte nach Ausbruch der Erkrankung noch nicht völlig inaktiv sind”, sagt Studienleiterin Denise Faustman.

Insulinproduktion versiegt nicht abrupt

Sie und ihre Kollegen verdanken diese Entdeckung einem neuen, extrem empfindlichen Analyseverfahren, mit dem sich das C-Peptid im Blut nachweisen lässt. Dieses Eiweiß entsteht bei der Bildung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse, wo es vom Vorläufermolekül des blutzuckersenkenden Hormons abgespalten wird.

Im Blut der untersuchten Typ-1-Diabetiker fand sich zwar umso weniger C-Peptid, je länger der Krankheitsbeginn zurücklag. Doch die Konzentration nahm mit den Jahren der Erkrankung allmählich und gleichmäßig ab. Das spricht gegen ein abruptes Versiegen der Insulinproduktion, wie man es bisher für die Autoimmunerkrankung vermutete. Selbst unter den Patienten mit einer Krankheitsdauer zwischen 31 und 40 Jahren produzierte jeder Zehnte noch C-Peptid.

Die Wissenschaftler hoffen jetzt, dass sich mit der sensiblen Analysemethode Typ-1-Diabetiker identifizieren lassen, bei denen noch eine Restfunktion der Betazellen erhalten geblieben ist und die eines Tages von neuartigen Behandlungsmethoden profitieren könnten. Faustman ist optimistisch: “Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass das Zeitfenster, das bei Typ-1-Diabetikern nach Ausbruch der Erkrankung für mögliche Therapien offen bleibt, größer ist als bisher angenommen”.

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Diabetiker sollten Nieren kontrollieren lassen

       Diabetiker sollten mindestens einmal pro Jahr ihre Nieren auf Schäden überprüfen lassen. Das teilt die Deutsche Diabetes-Hilfe in Berlin anlässlich des heutigen Weltnierentages mit.

In Deutschland seien Diabetiker die größte Patientengruppe, die an die Dialyse müsste. Gegenwärtig seien etwa 20 000 Diabetiker davon betroffen.

Nieren filtern Blut. Die Abfallprodukte werden mit dem Urin ausgeschieden. Bei einem diabetischen Nierenleiden werde die Niere durch den hohen Zuckergehalt im Blut und den hohen Blutdruck geschädigt, erläutert die Diabetes-Hilfe. Erste Anzeichen für einen Defekt könnten aber schon frühzeitig durch Untersuchungen des Urins festgestellt werden. (dpa)

 

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