Diabetische Ketoazidose – Grundlegendes, Ursachen, Auslöser und Symptome

Allgemeine Informationen

Diabetiker, die insulinpflichtig sind, haben ein Risiko an diabetischer Ketoazidose zu erkranken.


Die diabetische Ketoazidose ist eine Entgleisung des Stoffwechsels, die plötzlich auftreten und ein lebensbedrohliches Ausmaß annehmen kann. In der Regel besteht dieses Risiko vor allen Dingen für Typ 1-Diabetiker. Dabei führt der Insulinmangel zu einem beträchtlichen Anstieg des

Blutzuckerwertes, auch genannt Hyperglykämie. Symptome für eine Hyperglykämie sind ein tiefes Atmen, vermehrtes Wasserlassen und Durst. Tritt nicht schnell eine Besserung ein, folgt die Entgleisung des kompletten Stoffwechsels, also die diabetische Ketoazidose. Der Körperhaushalt verliert sehr viel Flüssigkeit und Blutsalze, trocknet quasi aus. Folglich können Bewusstseinsstörungen und Herz-Kreislauf-Probleme entstehen, in ganz schlimmen Fällen kommt es zu einem komatösen Zustand.

Diabetische Ketoazidose muss sofort im Krankenhaus behandelt werden. Eine falsche oder späte Behandlung kann lebensgefährlich sein. Es gab schon Fälle, in denen Diabetes erst festgestellt wurde, als der Patient mit einer diabetischen Ketoazidose ins Krankenhaus kam. Bei Diabetespatienten, deren Werte ständig kontrolliert werden und die gut eingestellt sind, besteht lediglich ein geringes Risiko an diabetischer Ketoazidose zu erkranken.

Ursachen für Diabetische Ketoazidose

Ketonkörper

Besteht ein Insulinmangel, kann Zucker von den Zellen nur unzulänglich aufgenommen werden. Der Zucker sammelt sich inflogedessen im Blut an. Aus diesem Grund steigen die Blutzuckerwerte. Insulinmangel ist also eine Ursache der diabetischen Ketoazidose.

Damit nichtsdestotrotz Energie für die Zellen bereitsteht, beginnt die Leber mit der Ausschüttung von Ketonkörpern, die auch zu einer Übersäuerung des Blutes führen. Ketonkörper existieren, um einige Zellen mit Energie zu versorgen, wenn gerade kein Zucker für die Zellen bereitsteht. Ketonkörper (wie auch Zucker), werden zum Teil durch den Urin wieder ausgeschieden, was zum Wasser- und Salzentzug des Körperhaushaltes führt. Der Körper kann bei einer bestehenden diabetischen Ketoazidose als austrocknen, wodurch es zu Kreislaufstörungen, Blutdruckabfall und Bewusstseinstrübungen kommt. Der Betroffene versucht durch eine tiefe Atemweise, dem Übersäuern des Blutes entgegenzuwirken. Der Atem der Patienten riecht dann ähnlich wie Aceton (das sich auch in Nagellackentfernern befindet).

Auslöser der diabetischen Ketoazidose

Faktoren, die Insulinmangel auslösen (also auch Ursache der diabetischen Ketoazidose sein können):

  • Diabetes wird falsch behandelt: Es wird zu wenig Insulin gespritzt oder es werden Tabletten eingenommen, obwohl Insulinspritzen notwendig wären.
  • Bei Insulinpumpenträgern wird die Insulinzufuhr unterbrochen.
  • Diabetes mellitus, der bislang unentdeckt war.
  • Erhöhter Bedarf an Insulin bei: Operationen, Magen-Darm-Erkrankungen, Infektionen

Symptome – Diabetische Ketoazidose

Die Blutzuckerwerte steigen stark an. Deshalb treten folgende Symptome auf:

  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Starker Durst
  • Kussmaul’sche Atmung (=Tiefes Atmen)
  • Nach Aceton riechende Atemluft
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Bewusstseinsstörungen/Teilnahmslosigkeit (im schlimmsten Fall Koma)
  • Bauchschmerzen
  • Schwere Schläfrigkeit

Fieberhafte Infektionen lösen nicht selten eine Ketoazidose aus. Dies liegt daran, da der Bedarf an Insulin sehr stark steigt. Des Weiteren tritt bei Fieberpatienten vermehrte Appetitlosigkeit auf, weshalb dem Körperhaushalt nicht ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Daher müssen die Reserven im Körper herhalten. Wie weiter oben beschrieben, werden nun vermehrt Ketonkörper produziert und das Risiko einer diabetischen Ketoazidose steigt beträchtlich.

Aus diesem Grund müssen besonders Diabetiker ihre Blutwerte bei einer Infektion ständig kontrollieren, damit sie die Anzeichen einer eventuellen diabetischen Ketoazidose rechtzeitig erkennen können.

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Symptome – Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

Information zur Beurteilung von Diabetes-Symptomen

Schon bevor die Diagnose Diabetes vom Arzt gestellt wird, treten in den meisten Fällen Symptome auf, die auf eine eventuelle Diabetes-Erkrankung schließen lassen. Auch wenn die Symptome beim Durchlesen klar erscheinen, ist es dennoch Sache des Arztes die Symptome zu beurteilen.
Er wird anhand spezieller Untersuchungen eine eindeutige Diagnose stellen oder eine Diabetes-Erkrankung ausschließen können. Denn nichtsdestotrotz können einige der aufgelisteten Symptome ebenfalls Anzeichen für ein anderes Krankheitsbild sein.

Mehrheitlich treten Symptome bei Diabetes Typ 1 schon früh, bei Krankheitsbeginn, auf und werden von den meisten Betroffenen stark wahrgenommen. Im Gegensatz dazu bemerken Diabetiker, die am Typ 2 erkrankt sind, häufig über Jahre keine Symptome. Folglich wird die Krankheit erst zu spät diagnostiziert, während bereits schwere Folgeschäden aufgetreten sind. Falls Betroffene mit Diabetes Typ 2 schon früh Symptome wahrnehmen, dann sind diese ähnlich der Symptome des Diabetes Typs 1.

Symptome – Diabetes mellitus Typ 1  

Diabetiker mit Diabetes mellitus Typ 1 nehmen die Symptome häufig von Anfang an stärker wahr als Diabetiker mit Diabetes mellitus Typ 2. Die Diabetes-Art Typ 1 entsteht und entwickelt sich vergleichsweise schnell, bereits in ein paar Tagen oder nur wenigen Wochen.

Folgende Beschwerden lassen sich als Symptome für Diabetes mellitus Typ 1 deuten:

  • Polyurie: deutlich häufigeres Wasserlassen. Dieses Symptom tritt auf, da bedingt durch die höhere Zuckerkonzentration im Blut, auch Zucker in den Harn gelangt. Da der Körper versucht den Unterschied der Kontentration auszugleichen, wird dem Urin mehr Wasser beigesetzt. Aus diesem Grund verliert der Betroffene auch eine größere Menge an Wasser.
  • Es tritt ein Gewichtsverlust auf. Dies ist begründet durch den Wasserverlust und die Tatsache, dass der Körper zur Energiegewinnung den Fettabbau ankurbelt.
  • Betroffene fühlen sich immer schwächer und die Leistungsfähigkeit nimmt ab.
  • Durch den Wasserverlust steigt das Durstgefühl (Polydipsie).

Es gilt zu beachten, dass bei manchen Diabetikern mit Typ 1 keine Symptome auftreten. Leider können bei denjenigen Entwicklung gefährliche Komplikationen auftreten, da die Krankheit zu spät erkannt wird (zum Beispiel Diabetische Ketoazidose).

Symptome – Diabetes mellitus Typ 2

Im Vergleich zu Diabetikern mit Typ 1 treten bei Typ-2-Diabetikern häufig keine Symptome auf oder sie werden nicht als solche erkannt.

Symptome können sein:

  • Polydipsie: Vermehrt durstig.
  • Kraftlosigkeit und Antriebsschwäche
  • Juckreiz
  • Anfälligkeit für Infekte (besonders der Haut und des Harnwegs)
  • Muskelkrämpfe
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit

Diabetes mellitus Typ 2 – Folgeerkrankungen

Da die oben genannten Symptome häufig zu schwer zu erkennen sind, wird die Krankheit in den meisten Fällen in Routineuntersuchungen festgestellt oder leider erst, wenn es zu Folgeerkrankungen gekommen ist.

Auf Folgeerkrankungen können folgende Symptome hinweisen:

  • Wunden, die schlecht heilen (meistens an Füßen oder Beinen)
  • Retinopathie: Die Sehfähigkeit verschlechtert sich.
  • Polyneuropathie: Schädigung der Nervenbahnen mit Symptomen wie Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Beinen.
  • KHK: Koronare Herzerkrankung mit dem Symptom Brustschmerzen

Risikogruppen bei Diabetes mellitus Typ 2

Ein erhöhtes Risiko an Diabetes mellitus Typ 2 besteht, wenn die Krankheit bereits bei Familienangehörigen aufgetreten ist. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko bei: Übergewicht, früherer Schwangerschaftdiabetes, langjährige Einnahme bestimmter Medikamente (Kortison, zu hohe Dosis Schilddrüsen-Medikamente, spezielle Entwässerungsmittel,…)

Werden ein Symptom oder mehrere der oben genannten Symptome wahrgenommen, dann sollte ein Arzt eine gründliche Untersuchung vornehmen. Außerdem ist es ratsam, regelmäßig Routineuntersuchen in Anspruch zu nehmen.

 

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Für Diabetiker muss nicht extra gekocht werden

Die moderne Diabetes-Ernährung folgt den allgemeinen Richtlinien einer gesunden Ernährung und macht spezielle Diabetiker-Produkte überflüssig. Statt strenger Diäten, die eine hohe Disziplin erfordern und zu grossen Frustrationen führen können, sollte man seine Ernährung lieber in kleinen Schritten umstellen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass man Fette reduziert und solche Kohlenhydrate bevorzugt, die den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen.

Zucker, zuckerhaltige Getränke, Fruchtsäfte und Weissmehlprodukte sollten nur sehr sparsam und selten genossen werden. Ebenso Fastfood wie Hamburger und Currywurst. Denn diese Kohlenhydrate enthalten den Grundbaustein Glukose, auch Einfachzucker genannt, der regelrecht ins Blut schiesst und so den Blutzuckerspiegel rasant nach oben schnellen lässt. Aber genauso schnell sinkt der Zuckergehalt im Blut dann auch wieder häufig unter das erforderliche Mass. Bei Diabetikern können diese kurzfristigen Energielieferanten also schnell zu einer Unterzuckerung und erneutem Hungergefühl führen.
Dies passiert bei ballaststoffreichen Kohlenhydratlieferanten wie Gemüse, Obst oder Hülsenfrüchten nicht. Der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam an und wird auch nur langsam wieder abgebaut. Damit tritt auch ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl ein. Auch auf eine ausreichende Zufuhrt von Milchprodukten wie ungezuckertem Joghurt, Kefir und Hüttenkäse sollten Diabetiker achten.

Trotzdem muss die Aufnahme von Kohlenhydraten unbedingt im Blick behalten werden. Denn wenn Kohlenhydrate nicht durch Bewegung wieder abgebaut werden, wandeln sie sich in Fettgewebe um. Und Übergewicht ist bekanntermassen auch einer der Hauptrisikofaktoren, die zum Typ-2 Diabetes führen. Hier gilt die Regel: Die Zufuhr von Kohlenhydraten sollte ca. 50-60% der täglich aufgenommenen Gesamtenergie ausmachen.

10 Tipps für eine gesunde Ernährung

o Protokollieren Sie ihre Essgewohnheiten und lernen Sie daraus.

o Setzen Sie sich realistische Ziele für die Gewichtsabnahme (5-10% im halben Jahr).

o Kontrollieren Sie am Anfang Ihre Portionsgrössen, denn auch von gesunden Lebensmitteln wie Müsli kann man zu viel essen. Hier gilt die Regel: Eine Hand voll ist eine Portion. Fette portionieren Sie am Besten mit einem Teelöffel.

o Steigen Sie Schritt für Schritt auf ballaststoffreiche Vollkornprodukte um. Sparen Sie an Käse, Fleisch und Wurst und essen Sie an zwei bis drei Tagen in der Woche rein vegetarisch.

o Wer fünfmal am Tag Gemüse und Obst zu sich nimmt, versorgt seinen Körper mit vielen lebensnotwendigen Vitaminen und Spurenelementen. Besonders die Vitamine A, C und E dienen der Prophylaxe diabetischer Folgeschäden. Tipp: Früchte sind ein optimales Dessert und eine gesunde Zwischenmahlzeit.

o Raps- oder Olivenöl sind für Diabetiker ideal. Tierische Fette möglichst sparsam verwenden.

o Zum Süssen von Getränken eignen sich zuckerfreie Süssstoffe sehr gut.
o Spezielle Diätprodukte (wie Diätschokolade oder Kekse) sind überflüssig, überteuert und weisen meist einen hohen Fettgehalt auf.

o 1-2 Gläser Rotwein am Tag sind nicht nur in Ordnung, sondern auch gesund. Bier dagegen enthält Malzzucker und treibt den Blutzuckerspiegel in die Höhe. Generell sollte Alkohol nur in Verbindung mit einer Mahlzeit genossen werden. Eine Absprache mit dem betreuenden Arzt ist darüber hinaus zu empfehlen.

o Eine regelmässige Selbstkontrolle Ihrer Zuckerwerte ist sinnvoll und notwendig.

Fazit
Eine gesunde Ernährung kennt keine prinzipiellen Verbote. Es gibt nur Lebensmittel, die man reichlich, und welche, die man eher sparsam geniessen sollte. Und: Wer in Massen geniesst, darf sich auch ab und zu eine Schlemmerportion gönnen.

 

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Kaffee schützt vor Diabetes 2

Kaffee ist besser als sein Ruf: Die Ergebnisse einer deutschen Studie zeigen, dass Kaffeetrinker von Krebs, Herzinfarkten oder Schlaganfällen nicht öfter betroffen sind als Wenigtrinker oder Abstinente. Vor Diabetes 2 schützt das Genussmittel sogar.

Kaffee erhöht bei Gesunden das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht. Wer mehr als drei Tassen (600 ml) täglich konsumiert, senkt damit sogar das Diabetes-Typ-2-Risiko um 23 Prozent. Das berichten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung. Sie werteten den Kaffeekonsum von 43 anfangs gesunden Deutschen aus.

„Wer gesund ist und gerne Kaffee trinkt, kann dies ohne Angst tun“, sagt Studienleiterin Anna Flögel. Diese Empfehlung teilen auch Experten vom Deutschen Diabetes-zentrum, die 2010 bei Übergewichtigen eine Besserung von Fettprofilen und Entzündungsmarkern bei hohem Kaffeekonsum feststellten.

Positiver Effekt auch ohne Koffein

Was im Kaffee vor Diabetes schützt, ist bislang nicht vollständig geklärt. „In Diskussion ist etwa die Chlorogensäure, die sich positiv auf den Zuckerstoffwechsel auswirkt. Außerdem Magnesium, das die Insulinsensibilität verbessert“, berichtet Flögel.

Auch Koffein kommt in Frage, da es den Grundumsatz steigert und die Kontrolle des Körpergewichtes unterstützt. Allerdings zeigte sich der Diabetes-Schutzeffekt in der neuen Studie auch bei jenen, die ausschließlich koffeinfreien Kaffee tranken.

Es gibt jedoch Hinweise, wonach Koffein den Blutdruck akut erhöht. Für Diabetiker gelten deshalb andere Regeln. Auch Schwangere und Stillende sollten gemäßigt Kaffee trinken.

 

Ärzte Sprechstunde: Insulin bei Diabetes 2?

Bernhard Schmekal ist Facharzt für Innere Medizin im Diakonissen-Krankenhaus Linz.

Frage: Beim letzten Gesundheitscheck wurde bei mir ein erhöhter Blutzuckerwert festgestellt. Weitere Untersuchungen ergaben, dass bei mir Diabetes Typ 2 vorliegt. Muss ich jetzt lebenslang Insulin spritzen?

Schmekal: Im Gegensatz zum Diabetes Typ 1, bei dem die körpereigene Produktion von Insulin vollständig zum Erliegen gekommen ist, wird bei Ihrer Form nur unzureichend auf die körpereigene Insulinausschüttung reagiert. Man spricht von einer Insulinresistenz, Insulin spritzen müssen Sie also bei Ihrer Form der Diabetes nicht.
Allerdings beeinträchtigt zu viel Zucker im Blut die Gefäße und schädigt damit vor allem Herz, Nieren, Augen und Füße. Zur Vermeidung möglicher Spätschäden wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Erblindung, Verlust der Nierenfunktion oder Durchblutungsstörungen in den Beinen sind ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung unerlässlich. Regelmäßige Kontrollen, z.B. des Hba1c-Werts, der Blutfette, der Nierenwerte und der Augen, sind angebracht. Sollte die Basistherapie nicht zu einer Normalisierung der Blutzuckerwerte führen, kommt eine medikamentöse Therapie in Frage. Gänzlich heilbar ist Diabetes Typ 2 nach dem heutigen Stand der Medizin nicht, zumeist muss aber weder auf eine aktive Lebensgestaltung noch auf sämtliche Genüsse verzichtet werden.

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Wichtige Tipps für Diabetiker

Es gibt circa acht bis zehn Millionen Diabetiker in Deutschland, wovon 95 Prozent der Menschen mit Diabetes dem Typ 2 und etwa drei bis fünf Prozent dem Typ 1 Diabetes zuzurechnen sind. Es gibt zudem auch noch einige Sonderdiabetesformen. Vor allem beim Menschen mit Typ-2-Diabetes besteht eine starke Abhängigkeit von Lebensweise und Umweltbedingungen (zum Beispiel Übergewicht, Bewegung, Stress…). Für ihn sind gesunde Ernährung und Sport wichtig im Alltag zur Beeinflussung der Diabeteserkrankung. Die Versorgung von Diabetikern mit Medikamenten und anderen lebensverbessernden Maßnahmen hat sich immer wieder verändert.

Deshalb ist Aufklärung wichtig und so haben in Elzach Bärbel Hruby und Petra Hofmann vor über zehn Jahren eine Selbsthilfegruppe unter dem Siegel des Diabetikerbunds ins Leben gerufen. Sie werden, jetzt ab März, wie in jedem Jahr, Neuerungen und Änderungen vorstellen, interessante Referenten einladen und mit Sport, Spiel und Spaß durchs Jahr gehen. Eingeladen sind alle Menschen mit Diabetes, ebenso Gäste.

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Mit Typ-1-Diabetes selbstbewusst erwachsen werden

1. diabetesDE-Teen-Treff für Jugendliche

Die Pubertät ist eine schwierige Zeit – sowohl für heranwachsende Jugendliche selbst als auch für ihre Eltern. Körperliche Veränderungen führen auch zu einem veränderten Stoffwechsel. Dieser wirkt sich bei Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 besonders aus. Um jungen Menschen mit Diabetes Raum für einen Austausch mit Gleichaltrigen zu schaffen, bietet diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe nun auch gezielt eine Ferienfreizeit für diese Zielgruppe an: den “Teen-Treff”.

In diesem Jahr findet der viertägige Diabetes-Teen-Treff für Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren erstmalig vom 2. bis 5. August 2012 in der Alten Molkerei im sächsischen Molkenberg statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Wie ernähre ich mich richtig? Wie erkläre ich meiner ersten Liebe, dass ich Insulin spritzen muss? Darf ich auf einer Party auch mal ein Bier trinken? Für junge Menschen mit Typ-1-Diabetes sind das während der Pubertät wichtige Themen. In dieser Zeit kommt es besonders darauf an, mit jemanden über seine Probleme zu sprechen.

Eine gute Betreuung und Begleitung während des Erwachsenwerdens ist für an Diabetes Typ 1 erkrankte Jugendliche besonders wichtig. Deshalb hat diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe den Teen-Treff ins Leben gerufen. “Nachdem die beiden Erlebniswochen 2010 und 2011 sehr erfolgreich waren und wir viele Anfragen erhielten, ob nicht auch Jugendliche daran teilnehmen können, haben wir uns dazu entschlossen, ein eigenes auf diese Altersgruppe zugeschnittenes Angebot zu entwickeln”, sagt Nicole-Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe. “Die Altersspanne zwischen den Teilnehmern der Erlebniswoche und älteren Jugendlichen schien uns zu groß, um individuell auf ihre jeweiligen Bedürfnisse eingehen zu können. Die Pubertät ist eine Phase, in der Jugendliche neue Lebensbereiche entdecken. Darüber können sie am besten mit Gleichaltrigen sprechen.”

Im Rahmen eines Aufenthalts in der Jugendbegegnungsstätte Alte Molkerei, Sachsen Anhalt, erleben die Teilnehmer vier Tage lang ein vielfältiges Programm: Kochen mit den Betreuern, Sport und viel Gelegenheit zu Gesprächen. Die Jugendlichen lernen dabei, mit ihrer Erkrankung und den pubertären Veränderungen umzugehen und erfahren Unterstützung auf ihrem Weg zu mehr Selbständigkeit. Um den Diabetes-Teen-Treff für die Jugendlichen und ihre Eltern bezahlbar zu machen, organisiert diabetesDE nicht nur das Projekt, sondern unterstützt es auch mit Spendengeldern. So müssen die Familien lediglich eine Selbstbeteiligung von 100 Euro (Mitglieder diabetesDE) bzw. 150 Euro (Nichtmitglieder) zahlen. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Jugendliche begrenzt, alle weiteren Interessenten kommen auf eine Warteliste.

Ab sofort können sich alle, die Lust und Laune haben teilzunehmen, für den Teen-Treff anmelden. Das Formular können Sie unter http://www.diabetesde.org/teentreff herunterladen.

Der Diabetes-Teen-Treff 2012 findet mit freundlicher Unterstützung von Abbott Diabetes Care statt.

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Auch langjährige Typ-1-Diabetiker produzieren noch Insulin

Manche Typ-1-Diabetiker sind auch Jahrzehnte nach Beginn der Erkrankung noch in der Lage, kleine Mengen an Insulin zu produzieren

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Doch offenbar versiegt selbst nach langer Erkrankungsdauer bei einem Teil der Patienten die Produktion des Hormons nicht völlig.

Das haben US-Wissenschaftler am Massachusetts General Hospital der Harvard Universität in Boston entdeckt, als sie Blutproben von 182 Typ-1-Diabetikern mit einem neuen, hochsensiblen Analyseverfahren untersuchten. Die Ergebnisse ihrer Studie haben sie im Fachmagazin Diabetes Care veröffentlicht.

“Es ist eine gängige Annahme, dass bei Patienten mit fortgeschrittenem Typ-1-Diabetes die Funktion der Beta-Zellen völlig erlischt. Doch Daten aus dieser und anderen aktuellen Studien lassen vermuten, das die Betazellen auch Jahrzehnte nach Ausbruch der Erkrankung noch nicht völlig inaktiv sind”, sagt Studienleiterin Denise Faustman.

Insulinproduktion versiegt nicht abrupt

Sie und ihre Kollegen verdanken diese Entdeckung einem neuen, extrem empfindlichen Analyseverfahren, mit dem sich das C-Peptid im Blut nachweisen lässt. Dieses Eiweiß entsteht bei der Bildung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse, wo es vom Vorläufermolekül des blutzuckersenkenden Hormons abgespalten wird.

Im Blut der untersuchten Typ-1-Diabetiker fand sich zwar umso weniger C-Peptid, je länger der Krankheitsbeginn zurücklag. Doch die Konzentration nahm mit den Jahren der Erkrankung allmählich und gleichmäßig ab. Das spricht gegen ein abruptes Versiegen der Insulinproduktion, wie man es bisher für die Autoimmunerkrankung vermutete. Selbst unter den Patienten mit einer Krankheitsdauer zwischen 31 und 40 Jahren produzierte jeder Zehnte noch C-Peptid.

Die Wissenschaftler hoffen jetzt, dass sich mit der sensiblen Analysemethode Typ-1-Diabetiker identifizieren lassen, bei denen noch eine Restfunktion der Betazellen erhalten geblieben ist und die eines Tages von neuartigen Behandlungsmethoden profitieren könnten. Faustman ist optimistisch: “Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass das Zeitfenster, das bei Typ-1-Diabetikern nach Ausbruch der Erkrankung für mögliche Therapien offen bleibt, größer ist als bisher angenommen”.

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Diabetiker sollten Nieren kontrollieren lassen

       Diabetiker sollten mindestens einmal pro Jahr ihre Nieren auf Schäden überprüfen lassen. Das teilt die Deutsche Diabetes-Hilfe in Berlin anlässlich des heutigen Weltnierentages mit.

In Deutschland seien Diabetiker die größte Patientengruppe, die an die Dialyse müsste. Gegenwärtig seien etwa 20 000 Diabetiker davon betroffen.

Nieren filtern Blut. Die Abfallprodukte werden mit dem Urin ausgeschieden. Bei einem diabetischen Nierenleiden werde die Niere durch den hohen Zuckergehalt im Blut und den hohen Blutdruck geschädigt, erläutert die Diabetes-Hilfe. Erste Anzeichen für einen Defekt könnten aber schon frühzeitig durch Untersuchungen des Urins festgestellt werden. (dpa)

 

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Blutdruck-Alarm für Diabetiker

Sowohl Diabetes als auch hoher Blutdruck steigern das Risiko für einen Herzinfarkt. Besonders gefährdet ist, wer gleich beide Krankheiten hat, berichtet das Apothekenmagazin “Diabetes Ratgeber”. Forscher fanden jetzt heraus, dass hoher Blutdruck für die Gefäße von Diabetes-Patienten noch schädlicher ist als erhöhte Blutzuckerwerte. Wer Diabetes hat, sollte deshalb nicht nur seinen Zucker, sondern vor allem auch seinen Blutdruck gut im Auge behalten.

Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Die Inhalte weiterführender Links, auf die in dieser Pressemitteilung verwiesen wird, unterliegen dem Copyright des jeweiligen Anbieters der verlinkten Seite.

Das Apothekenmagazin “Diabetes Ratgeber” 3/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Pressekontakt:

Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de
www.diabetes-ratgeber.net

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Durchbruch in der Diabetes Forschung Hoffnung für Diabetiker

Münchwilen (ots) – Forschern des Biotech-Unternehmens Med Cell Europe AG in Münchwilen (Schweiz) ist es gelungen, menschliche, erwachsene Stammzellen aus körpereigenem Fettgewebe in Insulin-produzierende Zellen umzuwandeln. Dr. Steven Kellner, Forschungsleiter der Med Cell Europe, ist überzeugt, dass in wenigen Jahren die tägliche Insulininjektion auf Grund der Transplantation dieser Stammzellen nicht mehr notwendig sein wird.

Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus ist eine chronische Störung des Blutzuckerstoffwechsels, gekennzeichnet durch eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Das Hormon Insulin bewirkt als einziger wirkungsvoller Stoff im menschlichen Körper die Normalisierung des Blutzuckers. Insulin vermittelt die Zuckeraufnahme in die Körperzellen zur Energiegewinnung sowie die Speicherung in Form von Glykogen in der Leber und den Muskelzellen. Dem Diabetes Mellitus liegt entweder eine gestörte Insulinproduktion/-freisetzung oder eine Störung der Insulinwirkung bzw. eine Kombination beider Mechanismen zu Grunde. Die tägliche Injektion von Insulin bei Diabetikern mit absolutem Insulinmangel ist aktuell die einzige Therapiemöglichkeit.

Hoffnungsträger Stammzellen

Adulte Stammzellen sind die Reservezellen unseres Körpers und zuständig für den Ersatz von überalterten oder geschädigten Zellen verschiedenster Organe und Gewebe. Früher wurden adulte Stammzellen aus Knochenmark und Nabelschnurblut gewonnen, doch vor einigen Jahren hat man festgestellt, dass unser Fettgewebe ein ergiebiger Speicherort von erwachsenen Stammzellen ist, welche sich bei Bedarf in Knorpel, Knochen, Sehnen, Bändern, Muskeln, Nerven und in viele andere Zellarten umwandeln lassen. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen, dass adulte Stammzellen bereits für die Behandlung von Folgeschäden des Diabetes Mellitus wie Netzhauterkrankungen, Hautwunden, Herzschwäche, Nieren- und Nerven-Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden konnten.

Wissenschaftler aus der ganzen Welt sind sich einig, dass Stammzellen der Schlüsselfaktor in der regenerativen Medizin sind.

Gesundheitsvorsorge – Stammzellenbank

Da unsere Stammzellen mit dem Körper altern, hat sich Med Cell Europe auf die Isolation und Einlagerung von adulten Stammzellen für spätere und heutige Anwendung bei Krankheiten wie z.B. Osteoarthritis, Herzinfarkt und Schlaganfall spezialisiert. Mit der erfolgreichen Umwandlung von Stammzellen in Insulin-produzierende Zellen hat Med Cell Europe einen weiteren Meilenstein erreicht, nämlich der Ersatz der (nicht mehr “funktionierenden”) Betazellen der Bauchspeicheldrüse mittels einer Eigentransplantation von Insulin-produzierenden Zellen. So sensationell dieser Erfolg auch ist, warnt Dr. Miriam Reif, die zuständige medizinische Leiterin der Med Cell Europe, dass noch einige Fragen zu klären sind, bis erste Anwendungen vorgenommen werden können. Insbesondere bezüglich des idealen Orts der Applikation ist noch weitere Forschungsarbeit erforderlich. Die Wissenschaftler von Med Cell Europe sind der Meinung, dass ein Transplantat von Insulin-produzierenden Zellen aber nicht zwingend im Bereich der Bauch-speicheldrüse notwendig sein wird.

Med Cell Europe AG

Med Cell Europe AG bezweckt die Führung einer Bank für Stammzellen aus Fettgewebe zur Anwendung im Rahmen von regenerativen Transplantationen, Anti-Ageing-Konzepten sowie der Zellforschung in den Bereichen Human- und Veterinärmedizin.

Med Cell Europe ist das erste Schweizerische Labor, das Stammzellen aus dem körpereigenen Fettgewebe gewinnt und für die Zukunft konserviert.

Moderne Technologien ermöglichen es heute, die Stammzellen aus dem Fettgewebe zu isolieren und so aufzubewahren, dass sie dann zum gezielten Einsatz kommen können, wenn sie benötigt werden.

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